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Automatisierung: Welche Fähigkeiten werden gefragt sein?

Wie Beschäftigte sich auf den Wandel der Arbeitswelt vorbereiten können

von Stein Brosig

Die zunehmende Automatisierung von Arbeitsprozessen verändert die Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Fachleute gehen davon aus, dass bestimmte Kompetenzen künftig stärker gefragt sein könnten. Der Artikel beleuchtet vorsichtig Trends, beschreibt relevante Fähigkeiten und gibt Hinweise, wie Beschäftigte ihre Qualifikationen gezielt weiterentwickeln können.

Autor: Lukas Reinhardt, Arbeitsmarktexperte
Datum: 07. November 2025


Automatisierung verändert Branchen unterschiedlich

Automatisierung beeinflusst zahlreiche Branchen, von Fertigung über Logistik bis hin zu Verwaltung und Dienstleistungen. Fachleute betonen, dass sich nicht alle Tätigkeiten gleichermaßen verändern: Routineaufgaben werden häufiger digital unterstützt oder automatisiert, während kreative und strategische Aufgaben weiterhin stark vom Menschen abhängen. Dies bedeutet, dass bestimmte Fähigkeiten künftig an Bedeutung gewinnen könnten.

Digitale Kompetenz als Schlüsselqualifikation

Ein zentraler Trend betrifft digitale Kompetenz. Dazu zählt der sichere Umgang mit Software, Datenanalyse-Tools und automatisierten Prozessen. Wer vertraut im Umgang mit solchen Anwendungen ist, kann seine Aufgaben effizienter erledigen und leichter auf neue Anforderungen reagieren. Schulungen, Online-Kurse oder praxisnahe Trainings werden von Expertinnen und Experten empfohlen, um Schritt für Schritt Sicherheit aufzubauen.

Soziale und kommunikative Fähigkeiten

Darüber hinaus gewinnen soziale und kommunikative Fähigkeiten an Bedeutung. Automatisierte Systeme können Routineaufgaben übernehmen, komplexe Entscheidungen oder Teamarbeit erfordern jedoch weiterhin menschliche Interaktion. Die Fähigkeit, konstruktiv im Team zu arbeiten, Konflikte zu lösen und Informationen verständlich zu vermitteln, wird zunehmend geschätzt.

Kreativität und Problemlösungskompetenz

Kreativität und Problemlösungskompetenz zählen ebenfalls zu den Schlüsselqualifikationen. Mitarbeitende, die innovative Ansätze entwickeln, Prozesse hinterfragen und neue Lösungen erarbeiten, sind schwer ersetzbar. Fachleute raten, solche Kompetenzen gezielt zu fördern, beispielsweise durch projektbasiertes Arbeiten oder interdisziplinäre Teams.

Flexibilität und lebenslanges Lernen

Ein weiterer Aspekt betrifft Flexibilität und Lernbereitschaft. Da sich Arbeitsaufgaben durch Automatisierung verändern können, ist die Fähigkeit, sich schnell auf neue Tools oder Prozesse einzustellen, wertvoll. Lebenslanges Lernen wird dabei nicht als einmalige Maßnahme verstanden, sondern als kontinuierlicher Prozess, der moderat in den Arbeitsalltag integriert werden sollte.

Analytisches Denken

Analytisches Denken wird zunehmend gefordert. Mitarbeitende müssen Daten interpretieren, Zusammenhänge erkennen und Entscheidungen auf Basis fundierter Informationen treffen. Dies gilt insbesondere für Berufe, die mit der Auswertung automatisierter Systeme oder Produktionsdaten verbunden sind.

Kombination von Fähigkeiten

Fachleute weisen darauf hin, dass Kombinationen von Fähigkeiten besonders gefragt sein werden. Wer sowohl technisches Verständnis als auch soziale und kreative Kompetenzen mitbringt, kann sich flexibel auf Veränderungen einstellen. Dies gilt sowohl für Berufseinsteiger als auch für erfahrene Mitarbeitende, die ihre Qualifikationen anpassen möchten.

Fazit: Den Wandel moderat meistern

Abschließend lässt sich festhalten, dass Automatisierung den Arbeitsmarkt beeinflusst, aber nicht alle Tätigkeiten gleichermaßen verändert. Eine allgemeingültige Lösung für Qualifikationen existiert nicht, da Branchen, Unternehmen und individuelle Rollen stark variieren. Wer jedoch digitale, soziale und kreative Fähigkeiten kombiniert, flexibel bleibt und kontinuierlich lernt, kann den Wandel moderat meistern und langfristig handlungsfähig bleiben.

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